Zeit des Homeschoolings – Zeit für Chancenpatenkinder!

In Zeiten von Corona wurde an der Wilhelm-Hauff-Realschule in Pfullingen mit verschiedenen Maßnahmen ein erweiterter Zugang zu Bildung geschaffen, nicht nur für die Chancenpatenkinder.

Lehrer Andreas Göppel berichtet über die neu eingerichtete „Servicestation“ sowie „iPad-Ausleihe“ und teilt Gedanken zum Umgang mit physischer Distanz in der schulischen Bildung.

„Wer schon in Zeiten ohne Corona-Krise kaum Zugang zu Bildung hat, hat ihn noch weniger in Krisenzeiten. Was auch in den Medien vielerorts gerade aufgegriffen und thematisiert wird, gehört ebenso an der WHR zur schulischen Realität. Hier sehen wir seit Beginn der Krise einen Auftrag, um diese Kinder nicht abzuhängen.

Es gelang dafür, in unserer „Offenen Schule“ eine sogenannte „Servicestation“ einzurichten, einen Ort, an dem Schülerinnen und Schüler Dateien ausdrucken, an dem Mails gelesen werden können, einen Ort, an dem sie Bücher entleihen können oder auch einfach, an dem sie gesehen werden, wo ein kurzes „Hallo“ und ein Lächeln möglich sind.

Weil wir ahnen, wie groß die psychische Belastung in manchen Elternhäusern während dieser Zeit sein mag, bietet unser Schulseelsorgeteam über Angebote auf der Homepage Unterstützung an, beispielsweise eine Anrufbereitschaft, um Kinder, so gut es geht, im Blick zu behalten.

Ganz konkret merken wir, dass alle Videokonferenzen und didaktischen Möglichkeiten, die hier entwickelt werden, wenig bringen, wenn Kinder zu Hause keine technischen Voraussetzungen vorfinden. So entstand die Idee, dass wir eine „iPad-Ausleihe“ ins Leben rufen. Schülerinnen und Schüler – darunter aktuell einige Chancenpatenkinder und manche die es vielleicht bald werden – können sich melden, wenn sie für diese Zeit ein iPad der Schule leihen wollen. Dies ermöglicht Ihnen zu Hause mit digitalen Plattformen zu lernen und an Videokonferenzen teilnehmen zu können. Da sie hierbei auch ihre Mitschüler sehen können, ist uns hier auch die psychosoziale Komponente des gemeinsamen Lernens besonders wichtig.

Wenngleich wir wissen, dass wir das Fehlen des täglichen Miteinanders durch unsere Maßnahmen nicht kompensieren können, merken wir doch auch, dass wir einigen Unterstützung und Halt geben können in Zeiten, in denen sie beides dringender denn je benötigen.“

Vielen Dank für den Einblick! Dieses engagierte und inspirierende Projekt ist nicht nur für die Stiftung Bildung sehr wertvoll, sondern auch für das Regionalteam Hessen als Ansprechpartner für die Wilhelm-Hauff-Realschule.

Jetzt Patenschaften zwischen Kindern fördern!

Eine Patenschaft von Kind zu Kind können Sie schon mit 50 Euro im Monat unterstützen –
auch über das Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ hinaus!

 

Die Stiftung Bildung ist vielfältig aktiv. Erfahren Sie mehr über die vielfältigen Möglichkeiten, Kitas und Schulen in der Corona-Krise zu unterstützen.


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