Förderpreis

Förderpreis “Verein(t) für gute Kita und Schule” 2019

Wir l(i)eben Zukunft.

Logo des Förderpreis "Verein(t) für gute Kita und Schule"

Am 11. Dezember verleiht die spendenfinanzierte Stiftung Bildung ihren diesjährigen Förderpreis an Kita- und Schulfördervereine aus ganz Deutschland. Er ist mit 15.000 Euro dotiert und steht unter dem Motto “Wir l(i)eben Zukunft”. Ausgezeichnet werden vorbildliche Projekte, die junge Menschen mit dem Thema Nachhaltigkeit in Kontakt bringen.

Einladung

Die Stiftung Bildung lädt herzlich ein zur Preisverleihung zusammen mit der Bundesfamilien- und Engagementministerin Dr.in Franziska Giffey und der Schirmherrin der Stiftung Bildung Prof. in Dr.in Gesine Schwan:

Worum geht es dieses Jahr und welche Projekte sind nominiert?

Nachhaltig handeln heißt, bereits heute für eine lebenswerte Zukunft zu sorgen. Gefragt ist dabei nicht nur die Politik. Auch immer mehr Kinder und Jugendliche engagieren sich für mehr Nachhaltigkeit. Viele Bildungseinrichtungen haben sich daher auf den Weg gemacht. Unser Motto “Wir l(i)eben Zukunft” umschreibt, worum es geht. Mehr dazu erfahren Sie hier.


Der Förderpreis 2019 im Detail

Prinzip Nachhaltigkeit

Bildung für nachhaltige Entwicklung: Die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (c) youpaN

Die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (c) youpaN

“Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen”, so steht es im Grundgesetz-Artikel 20a. Doch es liegt nicht an der Politik alleine die Zukunft für die kommenden Generationen zu gestalten. Ganz gleich, ob es sich um die umweltbezogenen, wirtschaftlichen, sozialen oder politischen Ziele handelt. In allen Bereichen gibt es genug zu tun, um dauerhaft zukunftsfähig zu sein. Was das im Einzelnen bedeutet, haben die Vereinten Nationen (UN) in ihren 17 Nachhaltigkeitszielen festgelegt.

Der gesellschaftlich fest zu verankernde Ansatz von Nachhaltigkeit für die Zukunft der folgenden Generationen muss bundes- und weltweit Thema Nummer Eins werden. Dazu ist es ist zentraler Bedeutung, frühzeitig mit der Verantwortungsübernahme und deren Auseinandersetzung zu beginnen, um eine pädagogische Begleitung und Bildung voranzutreiben.

Auf das Handeln kommt es an

Kinder und Jugendliche sollten aus diesem Grunde ganz bewusst mit dem Thema in Kontakt kommen. Dabei sollte weniger eine theoretische Fundierung, als vielmehr das praktische Erleben und Spielen mit Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. Kurzfristige Angebote können zu einer ersten, bewussten Auseinandersetzung mit dem Thema beitragen, längerfristige Maßnahmen können helfen, nachhaltige Zukunftsvorstellungen im Bewusstsein zu verankern.

Gleichermaßen ist es unabdingbar, dieses Wissen flächendeckend zu verbreiten. Denn es ist für die Gesellschaft – für uns alle – von großer Bedeutung, da es gesellschaftliche Partizipation und individuelle Selbstverwirklichung umfasst. Beispielhaft hierfür sind die Aktivitäten der Stiftung Bildung sowie der Kita- und Schulfördervereine, die sich unter anderem in der frühkindlichen Bildung und in Schulen dem nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) widmen.

Angedockt an das diesjährige Thema der BNE-Jugendkonferenz youcoN „Wir l(i)eben Zukunft.“, die die Stiftung Bildung ebenfalls unterstützt, soll auch der diesjährige Förderpreis zeigen, wie sich junge Menschen mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen.

Mit welchen Projekten konnte man sich bewerben?

Gesucht wurden Projekte, die Kindern und Jugendlichen eine positive Auseinandersetzung mit der Zukunft ermöglichen. Im Kita-Bereich kann dies u. a. durch den bewussten Einsatz von Bilder- und Kinderbüchern erfolgen, die mit verschiedenen Optionen oder Alternativen und für Rollenspiele erweiterte Perspektiven aufzeigen und zum Nachfragen anregen. Ebenso kann die Qualifizierung der Erzieher*innen im Bereich der zukunftsorientierteren Pädagogik im Kindergarten im Fokus des Projekts stehen.

In der Schule können Maßnahmen wie Aktionen gegen Plastikmüll, vegane Kochevents und Maßnahmen zur Aufklärung für einen zukunftsorientierten Lebensstil angeboten werden. Projekte können auch die Fortbildung der Lehrkräfte aufgreifen beispielsweise zum Thema „Bildung in der Zukunft“ und wie diese Kompetenz den Unterricht und die Partizipation der Schüler*innen verändert.

Beispiele für gesuchte Projekte sind:

  • Spurensuchen: Woher kommen unsere Lebensmittel und Kleidungsstücke.
  • Alle anders und alle gleich: Was ist eigentlich „Inklusion“?
  • Welche Zukunft möchte ich für meine Enkelkinder bauen?
  • Die Ressourcen unserer Welt – wo fangen sie an, wo hören sie auf.
  • Forschungs-AG „Lebenswerte Zukunft“: Wie werden unsere Gewässer wieder sauber?
  • Unsere Schulküche kocht regional und saisonal!
  • Papierlose Schule – ein Weg in die Zukunft!
  • Kreatives Mathe-lernen – wir bringen Kunst und Mathe zusammen!
  • Eine Schule – 20 Wege: vielfältige Lern- und Lehrmethoden im Schulalltag.
  • Hallo zum Dritten Geschlecht: gelebte Gendervielfalt in unserer Schule.
  • AG „Digitaler Stundenplan“: unsere Schule wird agil.
  • Viva la Demokratie! Unsere Schule wird basisdemokratisch.

Gab es formale Kriterien?

Bewerben konnten sich Kita – und Schulfördervereine, die mit ihren Kitas und Schulen ein Projekt initiiert haben und folgende Kriterien erfüllen:

  • Das Projekt behandelt eine relevante konkrete Herausforderung an der jeweiligen Kita oder Schule (z.B. nachhaltigkeitsorientierte Pädagogik, umweltbewusste, ökologische Berufs- und Berufs-/Studienorientierung) oder ist die Antwort auf konkrete Zukunftsthemen wie z.B. soziale Herausforderungen, Umweltthemen, Müll- und Plastikvermeidung, Klimakrise, digitale Bildung, künstliche Intelligenz, Mobilität, Armut oder Ernährung.
  • Das Projekt ist bereits über das Ideenstadium hinaus entwickelt und es können erste Ergebnisse präsentiert werden.
  • Das Projekt ist langfristig angelegt und kontinuierlich in den Kita- und Schulalltag eingebunden bzw. soll zukünftig eingebunden werden.
  • Kinder und Jugendliche sind in das Projekt aktiv eingebunden, im besten Fall haben sie das Projekt selbst angestoßen oder führen es durch.
  • Bei der Umsetzung des Projektes kooperiert der Förderverein mit der Kita oder Schule.
    Die Nominierung erfolgte durch die Landesverbände der Kita- und Schulfördervereine. Die Verbände legen dabei folgende Kriterien zugrunde:
  • Wirksamkeit: Das Projekt bewirkt deutliche und kontinuierliche Veränderungen vor Ort und ist geeignet innerhalb der Kita- und Schulgemeinschaft die Haltungen und Werte unter Zukunftsaspekten zu erweitern.
  • Beteiligung: Kinder und Jugendliche sind maßgeblich an der Ideenfindung und Umsetzung beteiligt und wirken aktiv mit.
  • Optional Vernetzung: Im Rahmen des Projektes kooperier(t)en der Kita- oder Schulförderverein mit außerschulischen Partner*innen.

Welche Preise werden verliehen und welche Anerkennung gibt es?

Der Förderpreis „Verein(t) für gute Kita und Schule“, mit dem drei Projekte öffentlich ausgezeichnet werden, ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld kann von den ausgezeichneten Projekten frei eingesetzt werden. Alle nominierten Bewerbungen werden zu einem Seminartag nach Berlin eingeladen.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?

Bewerbungsphase vom 20. Mai – 30. Juni 2019: Interessierte Kita- und Schulfördervereine konnten sich mit einer kurzen Projektbeschreibung bei den Verbänden der Kita- und Schulfördervereine bewerben.

Nominierungsphase vom 01. Juli – 30. August 2019: Aus allen eingegangenen Bewerbungen wählten die Verbände der Kita- und Schulfördervereine Projekte für den Förderpreis „Verein(t) für gute Kita und Schule“ 2019 aus und nominierten sie für den Bundesentscheid. Dazu erstellten die Verbände gemeinsam mit den ausgewählten Kita- und Schulfördervereinen die Nominierungsunterlagen zu den Projekten.

Präsentation der nominierten Projekte und Juryentscheid ab Oktober 2019:
Eine Jury aus unabhängigen Expert*innen wählt drei Projekte aus, die je einen der Förderpreise erhalten.

Wie setzt sich die Jury zusammen?

Porträtfoto von Maja Göpel - Jury für den Förderpreis 2019

Prof.in Dr.in Maja Göpel

Generalsekretärin / Secretary-General
Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen

Als Wissenschaftlerin ist es mir ein großes Anliegen, nicht nur die Politik sondern auch die Öffentlichkeit fundiert über die Klimakrise zu informieren und ich freue mich über das großartige Engagement vieler Kinder und Jugendlicher, die sich für eine lebenswerte Zukunft der nächsten Generationen einsetzen. In der Jury des Förderpreises bin ich genau richtig.

Porträtfoto von Gunar Hering - Jury für den Förderpreis 2019

Dr. Gunar Hering

Vorstand Enertrag AG

Ich empfinde die Arbeit der spendenfinanzierten Stiftung Bildung als unbedingt notwendig und freue mich insbesondere, dass das Engagement der Kinder und Jugendlichen gestärkt wird. Teil der Förderpreis-Jury zu sein ist mir eine große Ehre.

Porträtfoto von Elena Keil - Jury für den Förderpreis 2019

Elena Keil

Freiwilliges ökologisches Jahr

Ich setze mich über das Jugendgremium youpaN unter anderem für nachhaltige Bildung im frühkindlichen Bereich ein.
Um eine nachhaltige Zukunft zu gestalten müssen wir jede und jeden gerade im jungen Alter mitnehmen und beteiligen.

Porträtfoto von Paul Munzinger - Jury für den Förderpreis 2019

Paul Munzinger

Süddeutsche Zeitung GmbH
Innenpolitik

Gute Ideen, wie Kita und Schule besser werden – davon kann es gar nicht genug geben.

Porträtfoto von Alex Neumann - Jury für den Förderpreis 2019

Alex Neumann

Gründer Erdbär GmbH

Wir möchten die Essgewohnheiten künftiger Generationen nachhaltig verändern und arbeiten leidenschaftlich daran, Gesundes spaßig zu machen, damit Kinder besser essen.

Porträtfoto von Finn Siebold - Jury für den Förderpreis 2019

Finn Siebold

Schüler*in

Gemeinsam für eine Gemeinschaft, denn nur im Teamwork können wir Lücken schließen und Brücken bauen.

Porträtfoto von Florina Speth - Jury für den Förderpreis 2019

Dr.in Florina Speth

Senior Researcher
2b AHEAD ThinkTank GmbH

Wir leben in einer Welt aus vielen Geschichten, Gegenwärten und möglichen Zukünften. Zukunft wird – wer wir sind!

Ihre Ansprechpartnerin

Porträtfoto von Juliane Schulzki - Ansprechpartnerin für für den Förderpreis Verein(t) für gute Kita und Schule

Juliane Schulzki
Büro- und Veranstaltungsmanagerin
Büro: +49 (0) 30 8096 2701
juliane.schulzki@stiftungbildung.com

Pressekontakt

Jan Bruns und Katja Hintze
Tel: +49 (0)30 8096 2701
Mobil: +49 (0)172 168 6820
(Katja Hintze)
presse@stiftungbildung.com

Die vergangenen Förderpreise

Das war der Förderpreis “Verein(t) für gute Schule” 2017

Thema: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) & Kooperationen

Die Preisverleihung des Förderpreises “Verein(t) für gute Schule” 2017 fand am 06. November in Berlin statt.

Pressemitteilung zur Verleihung des Förderpreises “Verein(t) für gute Schule” 2017
Review des Förderpreises 2017

Broschüre zum Förderpreis “Verein(t) für gute Schule” 2017 – Alle Preisträger*innen und nominierten Projekte (PDF-Datei)

Übersicht über alle nominierten Projekte 2017
Kontaktdaten der einzelnen Verbände (PDF-Datei)

Das war der Förderpreis 2016

Die Preisträger 2016 – Förderpreis Verein(t) für gute Schule (PDF-Datei)

Nominierte Projekte für den Förderpreis 2016 – Alle Projekte, alle Informationen

“Wir leben Vielfalt” – Broschüre zu den nominierten Projekten und Preisträgern 2016 (PDF-Datei)

Flyer zum Förderpreis “Verein(t) für gute Schule” 2016 (PDF-Datei)
Ausschreibung für den Förderpreis 2016 (PDF-Datei)
Kontaktdaten der einzelnen Verbände (PDF-Datei)Die Förderpreisverleihung fand am 04. November 2016 in Berlin statt.
Programm des Seminartags und der Preisverleihung (PDF-Datei)
Kurzbeschreibung aller Workshops des Seminartages (PDF-Datei)

Die feierliche Verleihung des Förderpreises “Verein(t) für gute Schule” hat am 11. November 2014 im Stiftungsforum am Brandenburger Tor stattgefunden.

Alle 31 nominierten Projekte und die Preisträger des Abends stellen wir Ihnen hier vor (PDF-Datei).

Nominierte Projekte für den Förderpreis 2018

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