Öffentliche Ausschreibungen

Ausschreibungen

01.07.2020; Änderung vom 30.07.2020

Vergabeverfahren Wirkungsanalyse 2020 – Stiftung Bildung

Logo der Stiftung Bildung - für Bildung spenden

1. Auftraggeberin

Stiftung Bildung
Palais am Festungsgraben
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin

2. Kommunikation und Fragen

Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.stiftungbildung.com/ausschreibungen/

Darüber hinaus können die Unterlagen bei der folgend genannten Kontaktstelle schriftlich – auch per E-Mail oder Fax – angefordert werden:

Stiftung Bildung
Luica Milanowski
Palais am Festungsgraben
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin
Fax: 030 8096 2702

Fragen sind bis zum 20.08.2020 schriftlich, per Fax oder per E-Mail an
luica.milanowski@stiftungbildung.com zu stellen.

Die Fragen werden in Textform beantwortet.

Die Antworten werden als Ergänzung unter https://www.stiftungbildung.com/ausschreibungen/ bekannt gemacht.
Soweit die Beantwortung ergänzende oder berichtigende Angaben für die Ausschreibung enthält, werden sie als Ergänzungen zur Ausschreibung auf der Internetseite www.stiftungbildung.com veröffentlicht.

Enthält die Ausschreibung nach Auffassung der Bieterin/des Bieters Unklarheiten, so hat sie/er die Stiftung Bildung, unverzüglich schriftlich darauf hinzuweisen.

Frage 1

Ist für Evaluatoren, die bereits das Programm evaluiert haben, ein „Nachweis über das Verständnis von Programmkonzeption und Programmgrundsätzen“ gemäß Punkt 9. C. erforderlich?
Antwort 1

  • Um zu sichern, dass die Voraussetzungen für alle die gleichen sind, benötigen wir auch von allen Bewerber*innen die gleichen Unterlagen.

Frage 2

Hat sich an der inhaltlichen Ausrichtung des Programms Chancenpatenschaften im Jahr 2020 gegenüber 2019 etwas verändert (z.B. Zielsetzung, Zielgruppen, Förderbedingungen und –kriterien)?
Antwort 2

  • Nein.

Frage 3

Haben sich Rollen und Aufgaben der wichtigen Umsetzungsakteure wie Regio-Manager und Landesverbände im Jahr 2020 gegenüber 2019 verändert und wenn ja, wie?
Antwort 3

  • Nein.

Frage 4

Gemäß der Leistungsbeschreibung ist eine „Wirkungsevaluation der Tandems mit dem Ziel der qualitativen Weiterentwicklung der Aktivitäten und Aufdeckung expliziter Förderbedarfe“ durchzuführen. Bezieht sich der Aspekt „Aufdeckung expliziter Förderbedarfe“ ausschließlich auf die Weiterentwicklung der Aktivitäten? Wenn auf weiteres, worauf noch?
Antwort 4

  • Hier ist die qualitative Weiterentwicklung der Tandemprojekte im Sinne von Verstetigung und Best-Practice der Tandemprojekte. Hier ist eine gesamte Wirkungsevaluation des Programms auf die Kinder und Jugendlichen und das Klima am Standort gefragt:
    1. Werden die Programmziele wie mehr Teilhabe, Chancengerechtigkeit, ein besseres Miteinander, mit- und voneinander Lernen etc. erreicht?
    2. Werden durch die Projekte weitere Förderbedarfe sichtbar? Z.B. in Art folgenden Szenarios: es gibt nun vielleicht eine Musik AG, diese findet aber im 2. Stock statt und es gibt keine Rollstuhlrampe.

Frage 5

Gemäß der Leistungsbeschreibung ist eine „Wirkungsevaluation der Unterstützung und des Ausbaus des Engagements vor Ort und der Projekte im Sinne einer “best-practice” Evaluation“ durchzuführen. Ist es richtig, dass sich die „best-practice Evaluation“ auf die Art der Unterstützung bezieht, nicht jedoch auf die Wirkungen der Tandems?
Antwort 5

  • Genau, der zweite Teil der Evaluation bezieht sich auf die Umsetzung des Programms, Beratung und Unterstützung vor Ort und Verbesserungsmöglichkeiten. Außerdem soll die Wirkung des Programms auf die Standorte evaluiert werden, gibt es durch die Schaffung und Unterstützung von ehrenamtlichen Strukturen Dinge die unser Programm erreicht ohne explizites Programmziel zu sein? Was funktioniert besonders gut?

3. Kategorie der Dienstleistung

Die Stiftung Bildung beabsichtigt, im Wege einer Verhandlungsvergabe nach § 8 Abs. 4 Nr. 17 UVgO eine Dienstleistung zu vergeben.

4. Auftragsgegenstand

4.1 Kurzbeschreibung

Die spendenfinanzierte Stiftung Bildung ist Programmträgerin des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“ des Bundesministeriums für Familie Senioren Frauen und Jugend. Die Stiftung Bildung initiiert Chancenpatenschaften zwischen Kindern und Jugendlichen ungefähr gleichen Alters bundesweit. Seit 2016 haben wir über 8.500 Tandems zwischen Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Teilhabechancen gestiftet. Das Programm wird bundesweit umgesetzt von acht regionalen Teams die zu der spendenfinanzierten Stiftung Bildung und zu den Weiterleitungsempfängern gehören, sowie den dortigen Landesverbänden der Kita- und Schulfördervereine vor Ort. Die regionalen Teams und die Landesverbände betreuen die teilnehmenden Bildungsstandorte in allen Bereichen der Umsetzung des Programms.

Ziele unseres Projektes sind:

  1. Durch das Stiften von hierarchiefreien Tandems sollen Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Teilhabechancen miteinander in Kontakt gebracht werden und Vorurteile sowie Barrieren im Kita- bzw. Schulalltag abgebaut werden, um so für mehr Chancengerechtigkeit und Engagement zu sorgen.
  2. Die Stärkung der Engagierten vor Ort und Unterstützung bei der Umsetzung des Chancenpatenschaftsprogramms zu leisten. Nachhaltig für mehr Chancengerechtigkeit zu Sorgen durch den Ausbau und die Unterstützung der Engagementstrukturen vor Ort.

Die Wirkungsanalyse trägt zur kontinuierlichen qualitativen Optimierung des bundesweiten Chancenpatenschaftsprojekts der Spendenorganisation Stiftung Bildung und zur Förderung von mehr Chancengerechtigkeit sowie Engagement in Kita und Schule bei. Im Rahmen der Wirkungsevaluation soll eine Analyse der Programmziele und Projektumsetzung sowie eine Analyse der Projekte im Sinne von “best-practice” erfolgen, die für eine nachhaltige Wirkung notwendig sind.

4.2 Leistungsbeschreibung

Wirkungsevaluation des Projektes „Chancenpatenschaften auf Augenhöhe – mit- und voneinander lernen!“ mit den Bausteinen:

– Analyse der Programmziele und Projektumsetzung des Projektes und des bundesweiten Bildungsengagements an Kindergärten und Schulen
– Wirkungsevaluation der Tandems mit dem Ziel der qualitativen Weiterentwicklung der Aktivitäten und Aufdeckung expliziter Förderbedarfe (ca. 70% der Gesamtleistung)
– Wirkungsevaluation der Unterstützung und des Ausbaus des Engagements vor Ort und der Projekte im Sinne einer “best-practice” Evaluation (ca. 30% der Gesamtleistung)
– Präsentationsformate der Ergebnisse, die die Vielfalt der Zielgruppen des Programmes berücksichtigen.

5. Die Gesamtleistung bildet ein Los.

6. Nebenangebote sind nicht zulässig.

7. Auftragszeitraum

Auftragsbeginn ist voraussichtlich am 15.09.2020

8. Ort der Leistungserbringung

Bundesrepublik Deutschland

9. Sprache

Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen.

Der Schriftverkehr mit der Auftraggeberin ist in deutscher Sprache zu führen.

Die Ergebnisse sind in wertschätzender hierarchiefreier Sprache zu verfassen.

10. Kosten

Für die Erstellung des Angebots werden keine Kosten erstattet.

11. Kaution und sonstige Sicherheiten

Werden nicht verlangt.

12. Bieter*innengemeinschaften (falls zutreffend)

Bieter*innengemeinschaften haben in dem Angebot sämtliche Mitglieder der Bieter*innengemeinschaft sowie eine bevollmächtigte Vertretung zu benennen. Im Falle der Beauftragung haftet die Bieter*innengemeinschaft gesamtschuldnerisch. Die Auftraggeberin erwartet auch im Falle einer Bieter*innengemeinschaft die geschlossene Erbringung der Leistung aus einer Hand. Die unter den Punkten 14. a – o geforderten Nachweise sind für jedes Mitglied der Bieter*innengemeinschaft zu erbringen.

13. Unterauftragnehmer*innen

Die*der Bieter*in hat Art und Umfang der Leistungen anzugeben, die sie*er an Unterauftragnehmer*innen übertragen will und diese spätestens vor Zuschlagserteilung namentlich zu benennen.

Sofern sich Bieter*innen zum Nachweis der Eignung auf die Kapazitäten eines Unterauftragnehmens beruft, hat sie*er die zu den Punkten 14. a – o geforderten Nachweise auch für das betreffende Unternehmen vorzulegen.

14. Hinweise zur Abgabe des Angebots

  • Die Bietenden haben besondere Sorgfalt bei der Erstellung der Unterlagen walten zu lassen.
  • Die vorgegebene Reihenfolge soll eingehalten werden.
  • Zum Nachweis der Eignung sind folgende Unterlagen dem Angebot beizufügen: Fehlende Unterlagen können zum Ausschluss führen.
      1. Kurze Darstellung des sich bewerbenden Unternehmens/der sich bewerbenden Institution (Organisation, Eigentümer*in, Beschäftigte)
      2. Nennung der verantwortlichen Person(en) (bezogen auf das Unternehmen/die Institution)
      3. Eigenerklärungen nach § 31 UVgO i.V.m. §§ 123, 124 GWB analog. Die*der Bewerber*in hat ihre*seine Zuverlässigkeit nachzuweisen. Hierzu sind mit dem Angebot ausgefüllte und unterschriebene Eigenerklärungen vorzulegen, die u.a. beinhalten, dass der Bewerber/die Bewerberin sich nicht in einem Insolvenzverfahren oder vergleichbaren gesetzlichen Verfahren befindet und seinen*ihren Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt hat.
      4. Aktuelle Gewerbezentralregisterauskunft bzw. Eigenerklärung, dass nachweislich die Voraussetzungen für einen Ausschluss nach § 19 Abs. 1 MiLoG nicht vorliegen
      5. Nachweis über Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherungsdeckung bzw. Eigenerklärung, dass im Zuschlagsfall eine entsprechende Versicherung abgeschlossen wird.
      6. Erklärung zur Bieter*innengemeinschaft gem. Punkt 12 (falls zutreffend)
      7. Erklärung zu Unterauftragnehmer*innen gem. Punkt 13 (falls zutreffend).
      8. Angabe bei Bewerbendengemeinschaften, welches Mitglied welche Aufgabe und Themenstellungen übernimmt sowie wer als zentrale Ansprechperson fungiert.
      9. Bestätigung, dass das Angebot, die eventuelle Präsentation und die Auftragsleistung in deutscher Sprache erfolgen
      10. Angabe von Qualifikationen und Erfahrungen des sich bewerbenden Unternehmens/der sich bewerbenden Institution.
      11. Angabe der Namen und der beruflichen Qualifikation der Personen, die im Falle einer Beauftragung zuständig sein werden.
      12. Zusicherung, dass es bei Zuschlag eine feste Ansprechperson und dass diese Person kontinuierlich zur Verfügung steht und bei personellen Veränderungen keine inhaltlichen und zeitlichen Probleme im Rahmen der Unterstützung entstehen.
      13. Nachweise über die Kenntnisse von Evaluationen im Rahmen von Kita und Schule zum Thema Chancengerechtigkeit, Vielfalt, Integration und Inklusion.
      14. Nachweise über Kenntnisse und praktische Erfahrungen in der Anwendung quantitativer und qualitativer Methoden
      15. Referenzen in Bezug auf die Leistung anwendungsorientierter Forschungsprojekte

Die Stiftung Bildung legt Wert auf eine qualitative hohe Erfüllung der Aufgabe. Die Eignung der Bieter*innen wird anhand des mit den Vergabeunterlagen übersandten Bewertungsrasters bewertet.

  • Im Hinblick auf die Wertung der Angebote müssen folgende Anlagen beigefügt werden.
    Fehlende Unterlagen können zum Ausschluss führen.

    1. Unterschriebener Angebotsvordruck (Anlage 003sb_Angebotsvordruck)
    2. Gesamtpreis
    3. Nachweis über das Verständnis von Programmkonzeption und Programmgrundsätzen
    4. Empirisches Untersuchungsdesign und Darlegung der qualitativen und quantitativen Analyseverfahren
    5. Konzept zur fachpolitischen Unterstützung
    6. Gesamtkonzept gem. Leistungsbeschreibung
    7. Detaillierter Kostenplan gem. Leistungsbeschreibung
    8. Detaillierter Zeitplan
    9. Erklärung, dass der Vertrag (Anlage 008sb_Bsp_Vertrag) in der übersandten Form akzeptiert wird.
  • Der Angebotsvordruck (Anlage 003sb_Angebotsvordruck) ist zu unterschreiben
  • Der unterschriebene Angebotsvordruck einschließlich aller Anlagen ist zweifach (einmal im Original und einmal auf Datenträger, bitte USB-Stick) ausschließlich auf dem Post- bzw. Bot*innenweg in einem fest verschlossenen Umschlag gekennzeichnet mit der Aufschrift „Nicht öffnen! Angebot Wirkungsanalyse 2020“ bei der
    Stiftung Bildung
    Luica Milanowski
    Palais am Festungsgraben
    Am Festungsgraben 1
    10117 Berlin

    einzureichen.
  • Das Angebot ist bis zum 31.08.2020 12:00 Uhr einzureichen.
    Maßgeblich ist der Eingangsstempel der Stiftung Bildung bzw. die Eingangsbestätigung bei persönlicher Übergabe oder Übergabe durch Bot*in. Die*der Bieter*in hat sicherzustellen, dass über Zustell- oder Kurierdienste versendete Angebote innerhalb der Frist zur Einreichung der Angebote bei der genannten Kontaktstelle eingehen. Ein Verschulden der Zustell- oder Kurierdienste wird der*dem Bieter*in zugerechnet.
    Verspätet eingehende Angebote können nicht berücksichtigt werden.
  • Angebote, die per E-Mail oder Fax eingehen, müssen ausgeschlossen werden.

15. Kriterien für die Auftragsvergabe

Der Zuschlag wird gemäß § 43 Abs. 1 UVgO auf das unter Berücksichtigung aller Umstände wirtschaftlichste Angebot erteilt.

Der niedrigste Angebotspreis ist nicht entscheidend.

Für die Angebotswertung im Hinblick auf die Erteilung des Zuschlags erfolgt die Wertung anhand der in den Vergabeunterlagen genannten Kriterien und Gewichtung.

16. Vertrags- und Zahlungsbedingungen

Vertragsgrundlage ist der Vertragsentwurf (Anlage sb008_Bsp_Vertrag), der mit den Vergabeunterlagen übersandt wird. Die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführungen von Leistungen (VOL/B) werden im Falle der Zuschlagserteilung Bestandteil des Vertrages.

Die Geltendmachung Allgemeiner Geschäftsbedingungen des Bieters/der Bieterin führt zum Ausschluss.

17. Hinweis zu nicht berücksichtigten Angeboten

Mit Abgabe eines Angebots unterliegen nicht berücksichtigte Bieter*innen den Bestimmungen des § 46 UVgO.

18. Bindefrist

Bindefrist endet am 01.12.2020

Berlin, 31.07.2020

Ihre Ansprechpartnerin Ausschreibungen

Porträtfoto von Luica Milanowski - Ansprechpartnerin für Ausschreibungen

Luica Milanowski
Projektmanagement Bundesweit luica.milanowski@stiftungbildung.com

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