Öffentliche Ausschreibungen

Ausschreibungen

30.08.2019

Vergabeverfahren Wirkungsanalyse 2019 – Stiftung Bildung

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Bewerbungs- und Angebotsbedingungen zum Vergabeverfahren

Diese Unterlage ergänzt und konkretisiert die in der Vergabebekanntmachung genannten Festlegungen und Vorgaben.

Sie fasst noch einmal die Angaben und Nachweise, die ein Bieter/eine Bieterin seinem/ihrem Angebot beizufügen hat, zusammen.

1. Art und Umfang der Leistung

Die Stiftung Bildung beabsichtigt, im Wege einer öffentlichen Ausschreibung gemäß § 8 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 9 UVgO eine Dienstleistung zu vergeben.
Nähere Angaben entnehmen Sie bitte den beigefügten Vergabeunterlagen.

2. Bezeichnung der Stelle, bei der Fragen zur Ausschreibung gestellt werden können

Fragen sind bis zum 15.09.2019 12:00 Uhr ausschließlich über E-Mail einzureichen. Die Fragen und Antworten werden allen Bietenden in anonymisierter Form auf der Stiftungshomepage zur Verfügung gestellt.

Eventuelle weitere Informationen, z. B. Änderungen/Ergänzungen an den Vergabeunterlagen, Bietenden fragen und Antworten, werden schnellstmöglich, auf der Stiftungshomepage eingestellt.

Enthält die Ausschreibung nach Auffassung des*r Bietenden Unklarheiten, so hat er*sie die Stiftung Bildung, unverzüglich schriftlich darauf hinzuweisen. Für die Kommunikation sind E-Mails zu nutzen.

3. Die Gesamtleistung bildet ein Los

4. Kosten

Für die Erstellung des Angebots werden keine Kosten erstattet.

5. Sprache

Das Angebot ist in deutscher Sprache einzureichen. Die Auftragsdurchführung ist in deutscher Sprache durchzuführen.

6. Bietendengemeinschaften (falls zutreffend):

Bietendengemeinschaften haben in dem Angebotsvordruck (Anlage „Angebotsvordruck“) sämtliche Mitglieder der Bietendengemeinschaft sowie eine*n bevollmächtigte*n Vertretenden zu benennen. Im Falle der Beauftragung haftet die Bietendengemeinschaft gesamtschuldnerisch. Die Auftraggeberin erwartet auch im Fall einer Bietendengemeinschaft die geschlossene Erbringung der Leistung aus einer Hand.

Die unter dem Punkt 8. a-p geforderten Nachweise sind für jedes Mitglied der Bietendengemeinschaft zu erbringen.

7. Unterauftragnehmende (falls zutreffend):

Unterauftragnehmende erbringen räumlich und sachlich Teile der ausgeschriebenen Leistung für den*der Hauptauftragnehmenden ohne selbst rechtlich oder wirtschaftlich unselbständiger Teil des*r Hauptauftragnehmenden zu sein. Der*Die Hauptauftragnehmende wird Vertragspartner*in und bleibt für die Vertragserfüllung gegenüber der Auftraggeberin vollständig verantwortlich.

Der*Die Bietende hat Art und Umfang der Leistungen anzugeben, die er*sie an Unterauftragnehmende übertragen will. Spätestens vor Zuschlagserteilung ist der*die Unterauftragnehmende namentlich zu benennen und eine Erklärung vorzulegen, dass die entsprechenden Kapazitäten im Auftragsfalle verbindlich zur Verfügung stehen (Anlage 006sb_„Unterauftragnehmer_in“). Die Erklärung ist von dem*der Unterauftragnehmenden zu unterschreiben und gescannt als PDF-Datei einzureichen. Die Erklärung kann bereits mit dem Angebot eingereicht werden. Sollte die Erklärung nicht bereits mit dem Angebot eingereicht worden sein, so wird sie spätestens vor Zuschlagserteilung nachgefordert.

Der*die Bietende kann im Hinblick auf die für den zu vergebenden Auftrag erforderliche wirtschaftliche und finanzielle sowie die technische und berufliche Leistungsfähigkeit die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch nehmen (Eignungsleihgeber*in).

Er*Sie muss in diesem Fall nachweisen, dass ihm*ihr die für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden (Anlage „Unterauftragnehmer_in“). Die Erklärung ist von dem*der Unterauftragnehmenden zu unterschreiben und gescannt als PDF-Datei dem Angebot beizufügen.

Sofern sich ein*e Bieterende zum Nachweis seiner*ihrer Eignung auf die Kapazitäten eines*r Unterauftragsnehmenden beruft, hat er*sie die unter dem Punkt 8 a-p geforderten Nachweise auch für das betreffende Unternehmen vorzulegen.

8. Teilnahmebedingungen

Der*Die Bietende hat besondere Sorgfalt bei der Erstellung der Unterlagen walten zu
lassen.

Die vorgegebene Reihenfolge soll eingehalten werden.

Zum Nachweis der Eignung sind folgende Unterlagen dem Angebot beizufügen:

Fehlende Unterlagen können zum Ausschluss führen.

  1. Kurze Darstellung des sich bewerbenden Unternehmens/der sich bewerbenden Institution (Organisation, Eigentümer*in, Beschäftigte)
  2. Nennung der verantwortlichen Person(en) (bezogen auf das Unternehmen/die Institution)
  3. Eigenerklärungen nach § 31 UVgO i.V.m. §§ 123, 124 GWB analog. Die*der Bewerber*inhat ihre*seine Zuverlässigkeit nachzuweisen. Hierzu sind mit dem Angebot ausgefüllte und unterschriebene Eigenerklärungen vorzulegen, die u.a. beinhalten, dass der Bewerber/die Bewerberin sich nicht in einem Insolvenzverfahren oder vergleichbaren gesetzlichen Verfahren befindet und seinen*ihren Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt hat.
  4. Aktuelle Gewerbezentralregisterauskunft bzw. Eigenerklärung, dass nachweislich die Voraussetzungen für einen Ausschluss nach § 19 Abs. 1 MiLoG nicht vorliegen
  5. Nachweis über Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherungsdeckung bzw. Eigenerklärung, dass im Zuschlagsfall eine entsprechende Versicherung abgeschlossen wird.
  6. Erklärung zur Bieter*innengemeinschaft gem. Punkt 13 (falls zutreffend)
  7. Erklärung zu Unterauftragnehmer*innen gem. Punkt 14 (falls zutreffend).
  8. Angabe bei Bewerbendengemeinschaften, welches Mitglied welche Aufgabe und Themenstellungen übernimmt sowie wer als zentrale Ansprechperson fungiert.
  9. Bestätigung, dass das Angebot, die eventuelle Präsentation und die Auftragsleistung in deutscher Sprache erfolgen
  10. Angabe von Qualifikationen und Erfahrungen des sich bewerbenden Unternehmens/der sich bewerbenden Institution.
  11. Angabe der Namen und der beruflichen Qualifikation der Personen, die im Falle einer Beauftragung zuständig sein werden.
  12. Zusicherung, dass es bei Zuschlag eine feste Ansprechperson und dass diese Person kontinuierlich zur Verfügung steht und bei personellen Veränderungen keine inhaltlichen und zeitlichen Probleme im Rahmen der Unterstützung entstehen.
  13. Nachweise über die Kenntnisse mit Evaluationen im Rahmen von Kita und Schule zum Thema Vielfalt, Integration und Inklusion.
  14. Nachweise über Kenntnisse und praktische Erfahrungen in der Anwendung quantitativer und qualitativer Methoden
  15. Nachweise über Erfahrungen in der Durchführung von Befragungen in Kitas und Schulen
  16. Referenzen in Bezug auf die Leistung anwendungsorientierter Forschungsprojekte

Die Auftraggeberin legt Wert auf eine qualitative hohe Erfüllung der Aufgabe. Die Bewertung der Eignung der Bietenden erfolgt anhand der in der Anlage „Bewertungsraster Eignung“ genannten Kriterien.

9. Angebotsunterlagen

Dem Angebot sind folgende Unterlagen beizufügen:

  1. Unterschriebener Angebotsvordruck (Anlage_003sb_angebotsvordruck)
  2. Gesamtpreis
  3. Nachweis über das Verständnis von Programmkonzeption und Programmgrundsätzen
  4. Empirisches Untersuchungsdesign und Darlegung der qualitativen und quantitativen Analyseverfahren
  5. Konzept zur fachpolitischen Unterstützung
  6. Gesamtkonzept gem. Leistungsbeschreibung
  7. Detaillierter Kostenplan gem. Leistungsbeschreibung
  8. Detaillierter Zeitplan
  9. Erklärung, dass der Vertrag (Anlage 008sb_Bsp_Vertrag) in der übersandten Form akzeptiert wird.

Es wird darauf hingewiesen, dass jegliche Änderung der Vergabeunterlagen unzulässig ist und zum Ausschluss führt.

10. Angebotsabgabe

Das Angebot muss in Textform (§ 126 b BGB) abgefasst sein, d.h. es muss sich um eine abgeschlossene, lesbare Erklärung handeln, in der die Person des Erklärenden genannt wird.

Das Angebot ist schriftlich per Post an die Stiftung Bildung zu übermitteln. Nach dem Eingang Ihres Angebotes wird dieses mit einem Zeitstempel versehen und bis zum Ende der Angebotsfrist verschlüsselt gehalten.

11. Angebotsfrist

Das Angebot ist bis zum 20.09.2019 12:00 Uhr einzureichen.

Maßgeblich ist der Eingangsstempel der Stiftung Bildung bzw. die Eingangsbestätigung bei persönlicher Übergabe oder Übergabe durch Bot*in. Die*der Bieter*in hat sicherzustellen, dass über Zustell- oder Kurierdienste versendete Angebote innerhalb der Frist zur Einreichung der Angebote bei der genannten Kontaktstelle eingehen. Ein Verschulden der Zustell- oder Kurierdienste wird der*dem Bieter*in zugerechnet.

Verspätet eingehende Angebote können nicht berücksichtigt werden.

Angebote, die per E-Mail oder Fax eingehen, müssen ausgeschlossen werden.

Diese Frist gilt auch für nachträgliche Berichtigungen und Änderungen des Angebotes.

12. Berichtigungen/Änderungen oder Rücknahme des Angebots

Berichtigungen und Änderungen des Angebots sind bis zum Ablauf der Angebotsfrist zulässig und unterliegen denselben Formerfordernissen wie das Angebot selbst. Bei Abgabe eines überarbeiteten Angebotes ist klarzustellen, in welchem Umfang das vorherige Angebot gültig bleibt.

Die Rücknahme eines Angebotes ist bis zum Ablauf der Angebotsfrist zulässig. Sie hat in der gleichen Form wie die Angebotsabgabe zu erfolgen.

13. Vertrags- und Zahlungsbedingungen

Grundlage ist der Vertrag, der Bestandteil der Vergabeunterlagen ist.

Die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführungen von Leistungen (VOL/B) werden im Falle der Zuschlagserteilung Bestandteil des Vertrages.

Die Geltendmachung Allgemeiner Geschäftsbedingungen des Bieters/der Bieterin führt zum Ausschluss.

14. Zuschlagskriterien

Der Zuschlag wird gemäß § 43 Abs. 1 UVgO auf das unter Berücksichtigung aller Umstände wirtschaftlichste Angebot erteilt.

Der niedrigste Angebotspreis ist nicht entscheidend.

Für die Angebotswertung im Hinblick auf die Erteilung des Zuschlags erfolgt die Wertung anhand der in der Anlage „Bewertungsraster Wirtschaftlichkeit“ aufgeführten Zuschlagskriterien und ihrer jeweiligen Gewichtung.

Für die Angebotswertung im Hinblick auf die Erteilung des Zuschlags erfolgt die Wertung anhand der nachstehend aufgeführten Zuschlagskriterien und ihrer jeweiligen Gewichtung.

15. Sonstiges

Mit Abgabe des Angebotes unterliegen nicht berücksichtigte Bieter/Bieterinnen den Bestimmungen des § 46 UVgO.

16. Zuschlags- und Bindefrist

Zuschlags- und Bindefrist endet am 01.12.2019

Berlin, 30.08.2019

Anlagen:

Anlage 1 – 001sb_bekanntmachung

Anlage 2 – 002sb_Zuschlagskriterien

Anlage 3 – 003sb_Angebotsvordruck

Anlage 4 – 004sb_Eigenerklärung zu § 31 UVgO i.V.m. §§ 123, 124 GWB analog

Anlage 5 – 005sb_Eigenerklärung zu § 19 MiLoG

Anlage 6 – 006sb_Unterauftragnehmendeklärung

Anlage 7 – 007sb_Bewertungsraster Eignung

Anlage 8 – Vertragsentwurf


1. Auftraggeberin

Stiftung Bildung
Palais am Festungsgraben
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin

2. Kommunikation und Fragen

Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.stiftungbildung.com/ausschreibungen/

Darüber hinaus können die Unterlagen bei der folgend genannten Kontaktstelle schriftlich – auch per E-Mail oder Fax – angefordert werden:

Stiftung Bildung
Tara Ella Grimm
Palais am Festungsgraben
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin

Fax: 030 8096 2702

Fragen waren bis zu 15.09.2019 schriftlich, per Fax oder per E-Mail an tara.grimm@stiftungbildung.com zu stellen.

Die Antworten auf gestellte Fragen sind im Folgenden in Textform angeführt.

Soweit die Beantwortung ergänzende oder berichtigende Angaben für die Ausschreibung enthält, werden sie als Ergänzungen zur Ausschreibung auf der Internetseite www.stiftungbildung.com veröffentlicht. Enthält die Ausschreibung nach Auffassung der Bieterin/des Bieters Unklarheiten, so hat sie/er die Stiftung Bildung, unverzüglich schriftlich darauf hinzuweisen.

Frage: In welchem Zeitraum soll die Wirkungsanalyse erfolgen? / In welchem Zeitrahmen bewegt sich der Auftragszeitraum?

Antwort: Auftragsbeginn ist am 01.10.2019. Die Wirkungsanalyse ist auf fünf Monate angesetzt, wobei die Hauptleistung im Jahr 2019 geleistet muss.

Frage: In welchen zehn Bundesländern setzt die Stiftung Bildung das Projekt der Chancenpatenschaften um?

Antwort: Die Stiftung Bildung setzt das Programm in den zehn nachfolgend angeführten Bundesländern mit eigenen Regionalteams um. In allen weiteren Bundesländern arbeitet die Stiftung nach Bedarf.

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Frage: Wie viele Bildungsstandorte nehmen am Programm Chancenpatenschaften der Stiftung Bildung aktuell teil?

Antwort: Im Jahr 2019 nehmen bisher circa 130 Bildungsstandorte am Programm teil.

Frage: In der Bekanntmachung wie auch auf der Homepage schreiben Sie, dass seit 2016 6000 Tandems gestiftet wurden. Auf welchen Zeitraum bezieht sich diese Angabe? Auf das Patenprogramm 2016-1017 oder inkl. der Tandems, die seit 2018 gestiftet wurden?

Antwort: Diese Zahl gilt für die gesamte Förderlaufzeit und inkludiert Tandems, die seit der Programmerweiterung gestiftet wurden.

Frage: Wie viele Tandems wurden im Programm Chancenpatenschaften seit 2018 gestiftet?

Antwort: Das Programm Chancenpatenschaften startete erst zu Ende des Jahres 2018. Seit Anfang 2019 sind 1519 Patenschaften gestiftet wurden.

Frage: Gemäß den Zuschlagskriterien für die Auftragserteilung soll beim empirischen Untersuchungsdesign beim quantitativen Analyseverfahren das Monitoring berücksichtigt werden. Auf welches Monitoring beziehen Sie sich? Gibt es für das Patenprogramm der Stiftung Bildung ein eigenes Monitoring, das hier herangezogen werden könnte und bezieht sich das Monitoring auch auf die Chancenpatenschaften ab 2018? Wenn ja, in welcher Form könnten die Daten übermittelt werden?

Antwort: Wir erwarten seitens der Bieter*innen einen eigenen Vorschlag für ein Monitoringtool für das Programm Chancenpatenschaften.

Frage: Handelt es sich bei den 1:1 Patenschaften um Patenschaften innerhalb einer Schule/ einer Kita oder gibt es auch schul- und schultypübergreifende Patenschaften in Ihren Projekten?

Antwort: Auch schul- oder schultypenübergreifende Patenschaften werden im Rahmen des Programms umgesetzt.

Frage: Eine Frage zu den Patenschaften mit Familien: werden die Familien begleitet bzw. übernehmen Familien ihrerseits Patenschaften?

Antwort: Die Familien werden zumeist, wie bei regulären 1:1 Patenschaften, durch die Projekt-umsetzenden Engagierten vor Ort begleitet.

Frage: In der Ausschreibung der Wirkungsanalyse des Programms Chancenpatenschaften ist nur von Patenschaften zwischen Kindern bzw. Jugendlichen die Rede, während bei der Programmbeschreibung auf Ihrer Homepage auch Erwachsene als Paten bzw. Familien in Patenschaften genannt werden. Gibt es in Ihren Chancenpatenschaftsprojekten seit 2018 auch Erwachsene als Paten oder handelt es sich nur um Patenschaften zwischen Kindern und Jugendlichen?

Antwort: Das Chancenpatenschaftsprogramm der Stiftung Bildung sieht grundsätzlich vor, Tandems auf Augenhöhe – zwischen Kindern und Jugendlichen ungefähr gleichen Alters – zu stiften. Familienpatenschaften werden nur in Ausnahmefällen, wenn z.B. das Einbinden der Erziehungsberechtigten sich als besonders zielführend erweist, initiiert. Sie machen einen prozentual sehr kleinen Anteil gestifteter Patenschaften aus.

Frage: Werden die Antworten der Bieterfragen erst ab dem 15.9. 2019 veröffentlicht oder schon vorher? Wenn letzteres der Fall ist und Sie bereits Antworten eingestellt haben: wo genau werden die Antworten eingestellt?

Antwort: Die Bieterfragen werden zu Dienstag, 17.09.2019, beantwortet und als Ergänzungen in der Ausschreibung unter stiftungbildung.com/ausschreibungen bekannt gemacht.

Frage: Gibt es seitens der Auftraggeberin Unterstützung bei der Akquise der Kinder und Jugendlichen ggf. in Form von Adresssätzen oder anderen Formen der Kontaktnahme?

Antwort: Ja, über bestehende regionale Strukturen kann die Kontaktaufnahme der erfolgreichen Bietenden unterstützt werden.

Frage: Gehen wir recht in der Annahme, dass sich die Evaluation wie in der vorherigen Programmphase auf die gesamte Laufzeit beziehen soll? Wenn ja, wären das dann wieder drei Jahre?

Antwort: Die Evaluation ist nur für das Programmjahr 2019 bewilligt und die Ausschreibung bezieht sich demnach nur auf das laufende Jahr.

Frage: Gehen wir recht in der Annahme, dass das einzureichende Evaluationskonzept/ Angebot sich auf die gesamte Laufzeit beziehen soll und in diesem Rahmen jährliche Untersuchungen stattfinden sollen?

Antwort: Nein, das einzureichende Konzept soll sich nur auf das laufende Programmjahr 2019 beziehen.

Frage: Soll das Budget die gesamte Laufzeit oder nur für ein Jahr kalkuliert werden?

Antwort: Das Budget soll nur für ein Jahr kalkuliert werden.

Frage: Gehen wir recht in der Annahme, dass der Zeitraum für die erste Untersuchung mit ca. 8-10 Monaten zu veranschlagen ist?

Antwort: Nein, der Untersuchungszeitraum ist für circa fünf Monate zu veranschlagen, bei der die Hauptleistung im Jahr 2019 stattfinden muss.

Frage: In Punkt Nr. 7 der Leistungsbeschreibung (Auftragszeitraum) wird als Auftragsbeginn der 01.10.2019, jedoch kein Auftragsende genannt. Gehen wir richtig davon aus, dass sich der Auftrag auf 12 Monate bezieht und damit am 30.09.2020 endet?

Antwort: Der Auftrag bezieht sich auf das Programmjahr 2019 in Bezug auf gestiftete Patenschaften sowie die Entwicklung der Kita- und Schulfördervereinslandschaft und deren Landesverbände seit Programmstart 2016. Wir gehen hierfür von einer Auftragszeit von etwa fünf Monaten aus, wobei die Hauptleistung im Jahr 2019 erbracht werden muss.

3. Kategorie der Dienstleistung

Die Stiftung Bildung beabsichtigt, in öffentlicher Ausschreibung gem. § 8 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 9 UVgO zu vergeben.

4. Auftragsgegenstand

4.1 Kurzbeschreibung

Die spendenfinanzierte Stiftung Bildung ist Programmträgerin des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“ des Bundesministeriums für Familie Senioren Frauen und Jugend. Die Stiftung Bildung initiiert Chancenpatenschaften zwischen Kindern und Jugendlichen ungefähr gleichen Alters bundesweit. Seit 2016 haben wir bereits ca. 6.000 Tandems zwischen Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Teilhabechancen gestiftet. Das Programm wird in zehn Bundesländern von unseren regionalen Teams sowie den dortigen Landesverbänden der Kita- und Schulfördervereine umgesetzt. Die regionalen Teams und die Landesverbände betreuen die teilnehmenden Bildungsstandorte in allen Bereichen der Umsetzung des Programms.

Ziele unseres Projektes sind es:

  1. Durch das Stiften von hierarchiefreien Tandems Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Teilhabechancen miteinander in Kontakt zu bringen und Vorurteile sowie Hindernisse im Kita- bzw. Schulalltag abzubauen, um so für mehr Chancengerechtigkeit und Engagement zu sorgen.
  2. Den Netzwerkausbau der Kita- und Schulfördervereine und ihre bestehenden so wie sich in Gründung befindenden Landesverbänden zu stärken und zu fördern, um so den Kitas- und Schulen starke Partner*innen an die Seite zu stellen und das ehrenamtliche Engagement an Kitas und Schulen zu stärken.

Die Wirkungsanalyse trägt zur kontinuierlichen qualitativen Optimierung des bundesweiten Chancenpatenschaftsprojekts der Stiftung Bildung und zur Förderung von mehr Chancengerechtigkeit sowie Engagement in Kita und Schule bei. Im Rahmen der Wirkungsevaluation soll eine Analyse der Programmziele und Projektumsetzung sowie eine Analyse der Schlüsselpositionen erfolgen, die für eine nachhaltige Wirkung notwendig sind.

4.2 Leistungsbeschreibung

Wirkungsevaluation des Projektes „Chancenpatenschaften auf Augenhöhe – mit- und voneinander lernen!“ mit den Bausteinen:

– Analyse der Programmziele und Projektumsetzung des Projektes und des bundesweiten Bildungsengagements an Kindergärten und Schulen
– Wirkungsevaluation der Tandems mit dem Ziel der qualitativen Weiterentwicklung der Aktivitäten und Aufdeckung expliziter Förderbedarfe (ca. 60% der Gesamtleistung)
– Wirkungsevaluation des Netzwerks der Kita- und Schulfördervereine und ihre bestehenden so wie sich in Gründung befindenden Landesverbände mit dem Ziel der qualitativen Weiterentwicklung der Aktivitäten und Aufdeckung ihrer Wirkung auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie der Lebensräume „Kita“ und „Schule“ (ca. 40% der Gesamtleistung).
– Präsentationsformate der Ergebnisse, die die Vielfalt der Zielgruppen des Programmes berücksichtigen

5. Die Gesamtleistung bildet ein Los.

6. Nebenangebote sind nicht zulässig.

7. Auftragszeitraum

Auftragsbeginn ist voraussichtlich am 01.10.2019.

8. Ort der Leistungserbringung

Bundesrepublik Deutschland

9. Verbot von Änderungsvorschlägen

Ja

10. Sprache

Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen.

Der Schriftverkehr mit der Auftraggeberin ist in deutscher Sprache zu führen.

Die Ergebnisse sind in wertschätzender hierarchiefreier Sprache zu verfassen.

11. Kosten

Für die Erstellung des Angebots werden keine Kosten erstattet.

12. Kaution und sonstige Sicherheiten

Werden nicht verlangt.

13. Bieter*inenngemeinschaften (falls zutreffend)

Bieter*innengemeinschaften haben in dem Angebot sämtliche Mitglieder der Bieter*innengemeinschaft sowie eine bevollmächtigte Vertretung zu benennen. Im Falle der Beauftragung haftet die Bieter*innengemeinschaft gesamtschuldnerisch. Die Auftraggeberin erwartet auch im Fall einer Bieter*innengemeinschaft die geschlossene Erbringung der Leistung aus einer Hand. Die unter den Punkten 15. a – p geforderten Nachweise sind für jedes Mitglied der Bieter*innengemeinschaft zu erbringen.

14. Unterauftragnehmer*innen

Die*der Bieter*in hat Art und Umfang der Leistungen anzugeben, die sie*er an Unterauftragnehmer*innen übertragen will und diese spätestens vor Zuschlagserteilung namentlich zu benennen.

Sofern sich Bieter*innen zum Nachweis der Eignung auf die Kapazitäten eines Unterauftragnehmens beruft, hat sie*er die zu den Punkten 15. a – p geforderten Nachweise auch für das betreffende Unternehmen vorzulegen.

15. Hinweise zur Abgabe des Angebots

    • Die Bietenden haben besondere Sorgfalt bei der Erstellung der Unterlagen walten zu lassen.
    • Die vorgegebene Reihenfolge soll eingehalten werden.
    • Zum Nachweis der Eignung sind folgende Unterlagen dem Angebot beizufügen:

Fehlende Unterlagen können zum Ausschluss führen.

    1. Kurze Darstellung des sich bewerbenden Unternehmens/der sich bewerbenden Institution (Organisation, Eigentümer*in, Beschäftigte)
    2. Nennung der verantwortlichen Person(en) (bezogen auf das Unternehmen/die Institution)
    3. Eigenerklärungen nach § 31 UVgO i.V.m. §§ 123, 124 GWB analog. Die*der Bewerber*in hat ihre*seine Zuverlässigkeit nachzuweisen. Hierzu sind mit dem Angebot ausgefüllte und unterschriebene Eigenerklärungen vorzulegen, die u.a. beinhalten, dass der Bewerber/die Bewerberin sich nicht in einem Insolvenzverfahren oder vergleichbaren gesetzlichen Verfahren befindet und seinen*ihren Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt hat.
    4. Aktuelle Gewerbezentralregisterauskunft bzw. Eigenerklärung, dass nachweislich die Voraussetzungen für einen Ausschluss nach § 19 Abs. 1 MiLoG nicht vorliegen
    5. Nachweis über Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherungsdeckung bzw. Eigenerklärung, dass im Zuschlagsfall eine entsprechende Versicherung abgeschlossen wird.
    6. Erklärung zur Bieter*innengemeinschaft gem. Punkt 13 (falls zutreffend)
    7. Erklärung zu Unterauftragnehmer*innen gem. Punkt 14 (falls zutreffend).
    8. Angabe bei Bewerbendengemeinschaften, welches Mitglied welche Aufgabe und Themenstellungen übernimmt sowie wer als zentrale Ansprechperson fungiert.
    9. Bestätigung, dass das Angebot, die eventuelle Präsentation und die Auftragsleistung in deutscher Sprache erfolgen
    10. Angabe von Qualifikationen und Erfahrungen des sich bewerbenden Unternehmens/der sich bewerbenden Institution.
    11. Angabe der Namen und der beruflichen Qualifikation der Personen, die im Falle einer Beauftragung zuständig sein werden.
    12. Zusicherung, dass es bei Zuschlag eine feste Ansprechperson und dass diese Person kontinuierlich zur Verfügung steht und bei personellen Veränderungen keine inhaltlichen und zeitlichen Probleme im Rahmen der Unterstützung entstehen.
    13. Nachweise über die Kenntnisse mit Evaluationen im Rahmen von Kita und Schule zum Thema Vielfalt, Integration und Inklusion.
    14. Nachweise über Kenntnisse und praktische Erfahrungen in der Anwendung quantitativer und qualitativer Methoden
    15. Nachweise über Erfahrungen in der Durchführung von Befragungen in Kitas und Schulen
    16. Referenzen in Bezug auf die Leistung anwendungsorientierter Forschungsprojekte

Die Stiftung Bildung legt Wert auf eine qualitative hohe Erfüllung der Aufgabe. Die Eignung der Bieter*innen wird anhand des mit den Vergabeunterlagen übersandten Bewertungsrasters bewertet.

  • Im Hinblick auf die Wertung der Angebote müssen folgende Anlagen beigefügt werden.Fehlende Unterlagen können zum Ausschluss führen.
    1. Unterschriebener Angebotsvordruck (Anlage_003sb_angebotsvordruck)
    2. Gesamtpreis
    3. Nachweis über das Verständnis von Programmkonzeption und Programmgrundsätzen
    4. Empirisches Untersuchungsdesign und Darlegung der qualitativen und quantitativen Analyseverfahren
    5. Konzept zur fachpolitischen Unterstützung
    6. Gesamtkonzept gem. Leistungsbeschreibung
    7. Detaillierter Kostenplan gem. Leistungsbeschreibung
    8. Detaillierter Zeitplan
    9. Erklärung, dass der Vertrag (Anlage 008sb_Bsp_Vertrag) in der übersandten Form akzeptiert wird.
  • Der Angebotsvordruck (Anlage 003sb_Angebotsvordruck) ist zu unterschreiben (keine digitale, gefaxte oder gescannte Unterschrift).
  • Der unterschriebene Angebotsvordruck einschließlich aller Anlagen ist zweifach (einmal im Original und einmal auf handelsüblichem Datenträger) ausschließlich auf dem Post- bzw. Bot*innenweg in einem fest verschlossenen Umschlag gekennzeichnet mit der Aufschrift „Nicht öffnen! Angebot Wirkungsanalyse 2019“ bei derStiftung Bildung
    Tara Ella Grimm
    Palais am Festungsgraben
    Am Festungsgraben 1
    10117 Berlin

    einzureichen.

  • Das Angebot ist bis zum 20.09.2019 12:00 Uhr einzureichen.Maßgeblich ist der Eingangsstempel der Stiftung Bildung bzw. die Eingangsbestätigung bei persönlicher Übergabe oder Übergabe durch Bot*in. Die*der Bieter*in hat sicherzustellen, dass über Zustell- oder Kurierdienste versendete Angebote innerhalb der Frist zur Einreichung der Angebote bei der genannten Kontaktstelle eingehen. Ein Verschulden der Zustell- oder Kurierdienste wird der*dem Bieter*in zugerechnet.

    Verspätet eingehende Angebote können nicht berücksichtigt werden.

  • Angebote, die per E-Mail oder Fax eingehen, müssen ausgeschlossen werden.

16. Kriterien für die Auftragsvergabe

Der Zuschlag wird gemäß § 43 Abs. 1 UVgO auf das unter Berücksichtigung aller Umstände wirtschaftlichste Angebot erteilt.

Der niedrigste Angebotspreis ist nicht entscheidend.

Für die Angebotswertung im Hinblick auf die Erteilung des Zuschlags erfolgt die Wertung anhand der in den Vergabeunterlagen genannten Kriterien und Gewichtung.

17. Vertrags- und Zahlungsbedingungen

Vertragsgrundlage ist der Vertragsentwurf, der mit den Vergabeunterlagen übersandt wird. Die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführungen von Leistungen (VOL/B) werden im Falle der Zuschlagserteilung Bestandteil des Vertrages.

Die Geltendmachung Allgemeiner Geschäftsbedingungen des Bieters/der Bieterin führt zum Ausschluss.

18. Hinweis zu nicht berücksichtigten Angebote

Mit Abgabe eines Angebots unterliegen nicht berücksichtigte Bieter*innen den Bestimmungen des § 46 UVgO.

19. Bindefrist

Bindefrist endet am 01.12.2019

Berlin, 30.08.2019

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