Stiftung Bildung verleiht Förderpreis „Verein(t) für gute Schule“ 2016

Die Stiftung Bildung und die Stiftung Bildung und Gesellschaft haben gemeinsam mit der Stiftung Schüler Helfen Leben die Preisträger des diesjährigen Förderpreises „Verein(t) für gute Schule“ prämiert. Darüber hinaus wurde der Sonderpreis „Grenzüberschreitende Willkommenskultur und Vielfalt“ vergeben.

Die ausgezeichneten Initiativen gehen neue Wege beim Umgang mit dem Thema Vielfalt und Integration in den Bildungseinrichtungen. Sie zeigen, wie Fördervereine die Schulen dabei unterstützen.

Alle drei Preisträgerschulen sind Grundschulen

Nach einer diskussionsfreudigen und intensiven Sitzung war selbst die Jury überrascht: alle drei Projekte, die in diesem Jahr jeweils 5.000 Euro für ihr herausragendes Engagement erhalten, sind Grundschulen.

Das sechsköpfige Auswahlgremium orientierte sich an diesen Leitfragen:

  • Bewirkt das Projekt deutliche und kontinuierliche Veränderungen vor Ort und ist es geeignet, innerhalb der Schulgemeinschaft die Haltungen und Werte zum Umgang mit Vielfalt, Heterogenität und Anderssein zu verändern? Ist das Projekt langfristig angelegt und kontinuierlich in den Schulalltag eingebunden?
  • Sind Schülerinnen und Schüler maßgeblich an der Ideenfindung und Umsetzung beteiligt?
  • Kooperieren Im Rahmen des Projektes Schulförderverein und Schule eng miteinander? Ist die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern erkennbar?

Die Preisträger im Einzelnen:

Lernpatenschaften

Schulförderverein der Gerhart-Hauptmann-Grundschule Grünheide (Mark) e.V.
Gerhart-Hauptmann-Grundschule, Grünheide (Mark)

Brandenburg

Begründung der Jury: Die Patenschaften sollen das gemeinsame Lernen und eine echte Integration ermöglichen, den Lernort öffnen, Vielfalt und Begegnung erlebbar machen. Daher wird nicht bei den Schüler/innen aufgehört: Das Projekt bezieht die ganze Gemeinde mit ein. Es nimmt den Mitgliedern der Gemeinde viele Sorgen und Ängste, die gegenüber den Zugezogenen bestanden. Es lernen sich Familien kennen, Freundschaften bauen sich auf und gegen die rechte Kriminalität wird erfolgreich
gearbeitet.
www.stiftungbildung.com/2016/09/27/lernpatenschaften-mark/

Komm mit! Wir zeigen dir Greifswald

Förderverein GS Greif e.V.
Grundschule Greif, Greifswald

Mecklenburg-Vorpommern

Begründung der Jury: Beeindruckendes Projekt, bei dem sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler und Flüchtlingskinder gemeinsam ihre Heimat entdecken und ein Buch schaffen. Überzeugender Partizipationsansatz, da das Buch von den Kindern in Eigenregie gestaltet wird. Die Rolle des Schulfördervereins ist hervorzuheben.
www.stiftungbildung.com/2016/09/23/wir-zeigen-dir-greifswald/

Stadt der Schatten

Schulverein Borchshöhe e.V.
Schule Borchshöhe

Bremen

Begründung der Jury: Die intensive Auseinandersetzung mit den Fluchtursachen über einen langen Zeitraum und über die Grenzen des Stücks hinweg, hat den Schülerinnen und Schülern gezeigt, vor welchen Herausforderungen und Problemen andere Menschen stehen. Die gesamte Schulgemeinschaft ist eingebunden. Auch die Eltern wurden sensibilisiert und beschäftigten sich näher mit der Thematik.
www.stiftungbildung.com/2016/09/23/stadt-der-schatten/

Die Stiftung Schüler Helfen Leben hat darüber hinaus den Sonderpreis „Grenzüberschreitende Willkommenskultur und Vielfalt“ vergeben. Der Preis zeichnet eine Initiative aus, die Vielfalt und Anderssein gezielt aus einer internationalen Perspektive betrachtet und Kooperationen ins Ausland pflegt.

Der Sonderpreis 2016 geht an:

Über Länder- und Glaubensgrenzen hinweg – Internationales Workcamp

Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums Bad Salzungen e.V.

Thüringen

Begründung der Jury: Die Jury schätzt diese traditionsreiche Workcamp als eine bemerkenswerte Initiative, die durch persönliche Begegnungen dazu beiträgt, aktiv gegen Vorurteile, Fremdenhass und Ausgrenzung vorzugehen.

Durch die breite Einbindung der Öffentlichkeit und das breite Netzwerk der eingebundenen Partner in der Region wirkt das Projekt zudem weit über die Schule hinaus in das Gemeinwesen hinein.
www.stiftungbildung.com/2016/09/27/ueber-laender-und-glaubensgrenzenhinweg/

Der Osten rockt!

Von insgesamt vier Preisträgern sind drei aus den östlichen Bundesländern (MV, BB, TH) und eines aus dem westlichen Bremen.

Insgesamt wurden 30 Projekte aus ganz Deutschland von den Verbänden der Kita- und Schulfördervereine nominiert. Sie verteilen sich über nahezu die gesamte Bundesrepublik: HE (4), NRW (5), NS (2), TH (3), BW (3), BE (1), BB (2), MV (1), SH (1), HH (1), Sachsen-Anhalt (1), BY (2), BR (2), RP (1). Der Großteil der Projekte beschäftigt sich mit der Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen, teilweise auch deren Familien.

Alle Nominierten wurden von den drei Stiftungen zu einem Seminartag nach Berlin eingeladen. Er findet am 4. November mit rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt, am Abend werden zur feierlichen Preisverleihung insgesamt rund 180 Gäste erwartet.

Ziel des Förderpreises „Verein(t) für gute Schule“

ist es, nachahmenswerte Ideen von Schulfördervereinen zu entdecken, zu fördern und sichtbar zu machen. Alle nominierten Projekte werden vorgestellt auf der Internetseite der Stiftung Bildung:

www.stiftungbildung.com/blog/stiftung-bildung/foerderpreis-2016/

Internetseite der Stiftung Bildung und Gesellschaft:

www.stiftung-bildung-und-gesellschaft.de/foerderpreis.html

Die Stiftung Bildung setzt sich bundesweit für vielfältige und partizipative Bildung ein, vor allem für eine Beteiligung der Kinder und Jugendlichen in allen sie betreffenden
Fragen. Sie stärkt das zivilgesellschaftliche Engagement im Bildungsbereich durch den Aufbau eines bundesweiten Netzwerkes der Kita- und Schulfördervereine und die Unterstützung der Aktiven direkt vor Ort. Ziel der Stiftung Bildung ist Themenanwältin für beste Bildung bundesweit zu sein und Spenden zu Gunsten von Kitas und Schulen einzuwerben.

www.stiftungbildung.com

Die Stiftung Bildung und Gesellschaft wurde 2013 als Treuhandstiftung vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ins Leben gerufen. Mit Programmen, Wettbewerben und Preisen fördert die Stiftung zivilgesellschaftliche Initiativen, die einen Beitrag zur Verbesserung des Bildungssystems in Deutschland leisten. Sie unterstützt zudem die Kooperationen zwischen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Einrichtungen, die von frühkindlicher bis beruflicher Bildung tätig sind und vermittelt interessierten Förderern Projekte, die es wert sind, unterstützt zu werden.

www.stiftung-bildung-und-gesellschaft.de

Die Stiftung Schüler Helfen Leben ist die einzige von Schülerinnen und Schülern gegründete Stiftung Deutschlands. Bei der Stiftung Schüler Helfen Leben bilden junge Engagierte den Stiftungsrat, und Schülerinnen und Schüler entscheiden, welche Projekte gefördert werden. Die Fördergelder werden jährlich am „Sozialen Tag“ von Jugendlichen von hunderten Schulen deutschlandweit erarbeitet. Dabei tauschen die Schülerinnen und Schüler ihre Schulbank gegen einen Arbeitsplatz. Mit den erarbeiteten
Geldern werden Projekte für und mit Kindern und Jugendlichen in Südosteuropa und in Jordanien unterstützt.

www.schueler-helfen-leben.de

Pressekontakt Stiftung Bildung:
Daniela von Treuenfels
Vorstand und Pressesprecherin
T 030 80962701 M 0178 5196234
presse@stiftungbildung.com

Pressekontakt Stiftung Bildung und Gesellschaft:
Peggy Groß
Pressesprecherin
T 030 322982-5 27
presse@stiftung-bildung-und-gesellschaft.de

Pressekontakt Stiftung Schüler Helfen Leben:
Rune Meissel
Koordination Kommunikation & Jugendaustausch
T 030 30831695
rune.meissel@schueler-helfen-leben.de

Nominierte Projekte für den Förderpreis 2016

  • Kinder auf der Bühne Die Stadt der Schatten

    Eine Geschichte von Flucht und Neuanfang Schüler der ersten bis sechsten Klasse der Schule Borchshöhe in Bremen entwickelten das Theaterstück „Die Stadt der Schatten“. Das Stück erzählt die Geschichte von sechs Kindern, die ihre Herkunftsländer aus unterschiedlichen Gründen verlassen müssen. In Deutschland lernen sie sich kennen, sie schließen Freundschaften, aber

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  • Bildungsspender: Fahrradwerkstatt (c) Heinrich-Böll-Schule Hattersheim Aktive Willkommenskultur an der Heinrich-Böll-Schule

    Dreifach für Integration Enge Zusammenarbeit und Unabhängigkeit stehen nicht zwingend im Widerspruch zueinander. Wer noch einen Beweis für diese These brauchte, findet ihn in dem dreiteiligen Projekt „Aktive Willkommenskultur an der Heinrich-Böll-Schule“, das von der Gesamtschule in Hattersheim in Hessen geplant und durchgeführt wird. Der erste Teil des Projekts war

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  • Antirassismus AG der Fichtenberg Oberschule KAGERA – Kampf gegen Rassismus AG

    Antirassismus – Schüler*innen engagieren sich Die AG „Kampf gegen Rassismus“ (KAGERA) steht in der langen Tradition der Fichtenberg-Oberschule und ihrer Schülerschaft. Sie setzt sich für die Inklusion benachteiligter Menschen und für Willkommenskultur ein. Wöchentlich treffen sich rund 20 Schüler*innen im Alter von 13 bis 19 Jahren, um über die Umsetzung

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  • Schüler und Geflüchtete vor Sporthalle Arbeitskreis „Integration“

    Engagement für Willkommenskultur und Integration Das Matthias-Grünewald-Gymnasium in Würzburg unterstützt durch die Einbindung von Profilklassen in Zusammenarbeit mit dem Schülerstipendium der Roland-Berger-Stiftung junge Schülerinnen und Schüler aus sogenannten bildungsfernen Schichten, die in den meisten Fällen einen Migrationshintergrund haben. Dieses Engagement wurde von der gesamten Schulgemeinschaft überaus positiv wahrgenommen. In der

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  • Schüler vor einem Fussballtor Unterstützung von Schulprojekten in Chile und Ruanda durch Sponsorenläufe

    Sponsorenlauf mit Lerneffekten Mit einem jährlichen Sponsorenlauf unterstützt die Brüder-Grimm-Schule aus Neustadt-Diedersfeld in Rheinland-Pfalz humanitäre Projekte in Chile und Ruanda. Die Schüler erlaufen die Gelder, die den Projekten zu Gute kommen und gewinnen außerdem einen Einblick in die Verhältnisse von Kindern ärmerer Länder. Über den langjährigen Kontakt mit dem Gemeinde-Pfarrer

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  • Schulhund Emma Tiergestützte Pädagogik mit Schulhund Emma

    An der Leibniz Realschule können Schülerinnen und Schüler seit einem Jahr mit dem Schulhund Emma erleben, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. In dem zwei- bis dreistündigen Schulhundunterricht lernen die Kinder viel über sich und den Hund. Nach dem Unterricht wird die Arbeit mit dem Hund in einer Klassenübergreifenden Arbeitsgruppe

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