„Mädchen- und Jungskram“ in Görlitz

In der Görlitzer Melanchthonschule herrscht Vielfalt. Die Grundschüler*innen kommen meist aus deutschen oder polnischen Haushalten. Aber nicht alle finden leicht Anschluss. Dank Schulsozialarbeiterin Sybille Schulz ändert sich das jetzt.

Ella (10) steht auf dem Pausenhof – allein. Um sie herum geht es laut und lustig zu. Eine Gruppe Kinder spielt Fangen, andere Gummi-Twist. Beides würde Ella gerne mitspielen. Aber sie ist zu schüchtern, um zu fragen. Was wenn die anderen Kinder sagen, dass sie nicht mitspielen darf? Sie ausgrenzen?

Schulprojekt „Mädchenkram“ geht an den Start

Patenschaftsprojekt in Görlitz

Mädchen machen Kunst (c) Sybille Schulz

Von solchen Szenarien erzählt Schulsozialarbeiterin Sybille Schulz. Von Kindern, die aus sozial schwächeren Haushalten kommen. Von Kindern deren Muttersprache nicht Deutsch ist und die sich in der Klassengemeinschaft noch zurechtfinden müssen. Als Schulz im November 2019 vom Chancenpatenschafts-Programm der spendenfinanzierten Stiftung Bildung hörte, bewarb sie sich um Förderung und ging mit dem Schulprojekt „Mädchenkram“ an den Start.

Spenden nötig

Ermöglicht wird das Programm von der Stiftung Bildung mit Mitteln des Bundesfamilienministeriums, das den größten Teil der Kosten deckt. Für den Rest sammelt die Stiftung Bildung laufend Spenden, bundesweit für rund 300 Schulen und Kitas im Jahr.

 

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Integrieren und Selbstbewusstsein stärken

Mädchen im Patenschaftsprojekt Görlitz

Verschönerung mit Gesichtsmasken (c) Sybille Schulz

Wichtig ist der Sozialarbeiterin Schulz, einen Begegnungsraum zu schaffen. In dem geht es um Integration in das Schul- und Klassengefüge – und um die Stärkung des Selbstbewusstseins. Sieben Schülerinnen betreut sie in eineinhalb Stunden pro Woche. „Damit die Mädchen erst mal sich mit ihrem Selbst vertraut machen und ihren Wert erkennen“, sagt Schulz. Im zweiten Schritt bekommen die Schülerinnen eine Patin an die Hand. So sollen Situationen, in denen sich jemand ausgeschlossen fühlt, nicht mehr so leicht entstehen.

Der Anfang ist schwer

Doch zunächst müssen die Viertklässlerinnen das achtungsvolle Miteinander lernen. Zu oft wurden Geheimnisse ausgeplaudert, die in der Mädchenrunde geteilt wurden. Inzwischen wird an der Schule die gewaltfreie „Giraffensprache“ unterrichtet. Dabei geht es um die eigenen Beobachtungen, Gefühle und Bedürfnisse und die der anderen. Das erlernen die Mädchen in Kunst-Workshops, beim gegenseitigem „Verschönern“ mit schrägen Gesichts-Masken oder einfach mit Spaß beim Basteln von selbstgemachten Sachen.

Eine Patin für Ella

Mädchen machen Mode (c) Sybille Schulz

Auch Ella profitiert von den Stunden in der Woche, in der die Mädchen zusammenkommen. Zusammen mit Sybille Schulz suchte sie sich eine Patin in der Klasse aus. Als sie die Klassenliste durchgingen, wollte Ella am liebsten Ida als Tandempartnerin haben. Als die Sozialarbeiterin Ida darauf ansprach, war diese hellauf begeistert. Sie wollte Ella aber nicht nur vormittags in der Schule besser kennenlernen, sondern gerne auch zum wöchentlichen Reiten mitnehmen.

Patenschaftsprogramm hilft

Reiten – für Ellas Eltern wäre das nicht zu bezahlen. Doch mit dem Patenschaftsprogramm steht jetzt jedem Kinder-Tandem in der Görlitzer Melanchtonschule etwas Geld zur Verfügung. Seitdem geht Ella regelmäßig mit Ida reiten und die Hofpause verbringen sie oft gemeinsam. Inzwischen haben auch die Jungs der Schule Bedarf angemeldet. Seitdem gibt es noch ein Jungs-Projekt. In beiden Gruppen geht es darum zu reden, den eigenen Wert zu erkennen und den Kindern eine Patin oder einen Paten an die Hand zu geben.

 

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