Köln: Sporthelfer als Teil des regionalen Sportnetzwerks

nominiert für den Förderpreis Verein(t) für gute Schule 2015

Das Projekt begann damit, dass sich die Schul-Sporthelfer der 7. und 9. Jahrgangsstufe selbst als Übungsleiter organisierten und ihre favorisierte Sportart Rugby als Trainingsreihe für die lokale Jugend öffneten. Sie gründeten 2014 den Verein: Netzwerk „Sportive Kids“. Das Ziel ist die eigenverantwortliche Umsetzung der Projektidee als Benchmark im breiten Bewerberfeld um einen Ausbildungsplatz. Im Vordergrund steht dabei das Einbinden des Ausdauer- und Widerstandstrainings in die mehrperspektivische Leitidee zum Abwehrverhalten, zum Eigenschutz und zur Förderung der Handlungsfreiheit in Verbindung mit selbst bestimmten Körperbewusstsein.

Schule und Sportvereine arbeiten zusammen

Eingebunden in die Bildungspartnerschaft des lokalen Sportvereins mit der Gemeinschafts-Grundschule starteten die Jugendlichen vereinsgebunden ein Sportangebot für den offenen Ganztag. Mit dem Projektinteresse dritter Vereine und Schulen entwickelte sich die Schul-AG seit 2011 zum regionalen Netzwerk. Als Kooperationspartner und Leistungsträger koordinieren die Projektverantwortlichen das Eventmodul und organisieren eigene Veranstaltungen in den Sportarten Rugby und Ultimate Frisbee. Darüber hinaus kanalisieren sie lokal Auswahlspieler für nationale und internationale Wettbewerbe. Im sozialen Engagement besuchen die Schüler zudem Jugendheime und gemeinnützige Einrichtungen; sie entwickelten ein Sponsoringkonzept für Ferienveranstaltungen und gewährleisten die Einbindung weiterer Schul-Sporthelfergenerationen in die Projektarbeit. Genossenschaftliche Ansätze zur Selbsthilfe werden um unternehmerische Leitlinien – wie Streben nach Wachstum, Rendite und Wirtschaftlichkeit – ergänzt.

Das Sporthelferprojekt stellt eine weitere Facette im schulischen Angebot dar, um die Identifikation mit der Schule zu erhöhen, die Orientierung der Jugendlichen zu fördern und sie auf die nächste Bildungsphase vorzubereiten.

Die Willy-Brandt-Gesamtschule liegt im Osten der Stadt Köln. Die Schüler kommen aus den Ortsteilen Höhenhaus, Dünnwald, Mülheim, Flittard und Dellbrück. Zentrales Wesensmerkmal ist der Kernunterricht – mit dem Ziel, mehr Chancengleichheit, Integration, individuelle Förderung und ganzheitliches Lernen umzusetzen. Seit dem Schuljahr 2012/13 werden Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam unterrichtet. Für Kinder mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen gibt es eine internationale Förderklasse.

Vielfältige Angebote an der WBG Köln

Die Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule wurden u.a. für ihre Beiträge im Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ ausgezeichnet. Zudem unterhalten sie einen Schulgarten und organisierten die Ausstellung „Was glaubst du denn? Muslime in Deutschland“. Im Rahmen der Erlebnispädagogik findet ein Schulhundprojekt statt. Ein bemerkenswertes Schulprojekt ist der Cirkus Radelito; hier beteiligen sich jährlich fast 100 Schüler aus allen Jahrgängen.

Der Verein zur Förderung der Willy-Brandt-Gesamtschule wurde im Jahr 1977 gegründet. In Fragen der Abrechnung, des Fundraisings und der Öffentlichkeitsarbeit steht er den jugendlichen Initiatoren partnerschaftlich zur Seite. Sein Zweck besteht darin, die ideellen, materiellen und vornehmlich sozialen Interessen der Schüler ohne Einmischung in innerschulische Belange und unter Wahrung der konfessionellen und parteipolitischen Neutralität wahrzunehmen. Dazu gehören die Durchführung kultureller und sportlicher Veranstaltungen sowie die Pflege der Kontakte zwischen Elternhaus und Schule. Eltern, Schüler und Lehrer werden in die Projektarbeiten einbezogen.

Link Website der Willy-Brandt-Schule Köln

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